Die erste Nachricht im ARPANET: 29. Oktober 1969

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Die erste Nachricht im ARPANET: 29. Oktober 1969

Am 29. Oktober 1969 saß ein Student der University of California in Los Angeles an einem Terminal und begann, ein Wort an einen Rechner in einem Forschungsinstitut nahe Stanford zu tippen, vierhundert Kilometer entfernt. Charley Kline wurde vom Ingenieur Leonard Kleinrock betreut, und der Plan war, sich mit dem Befehl login aus der Ferne anzumelden. Er tippte das L, dann das O und bestätigte jeden Buchstaben telefonisch mit einem Kollegen am anderen Ende. Das System stürzte ab. Die erste je zwischen zwei Rechnern im Netz gesendete Nachricht war damit die Silbe lo, die niemand geplant hatte und die besser klingt als alles, was man für den Anlass hätte schreiben können.

Das Netz hieß ARPANET und wurde von einer Forschungsbehörde des amerikanischen Verteidigungsministeriums finanziert. Es sollte teuren Rechnern an verschiedenen Universitäten gemeinsames Arbeiten ermöglichen, und sein Entwurf beruhte auf der Paketvermittlung, unabhängig entwickelt von Paul Baran in Amerika und Donald Davies in Großbritannien, bei der Nachrichten in kleine Pakete zerlegt werden, die ihren eigenen Weg finden und am Ziel wieder zusammengesetzt werden. Die Behauptung, es sei zum Überstehen eines Atomkriegs gebaut worden, ist eine Vereinfachung, die sich hartnäckig hält.

Eine Stunde später war die Verbindung wiederhergestellt und die Anmeldung gelang. Bis Dezember gab es vier Knoten, in Los Angeles, Stanford, Santa Barbara und Utah. Elektronische Post erschien 1971 und wurde rasch zur Hauptnutzung, was niemand vorhergesehen hatte.

1983 übernahm das Netz die Protokolle TCP und IP, die die Verbindung unterschiedlicher Netze erlauben, und dieser Zeitpunkt gilt gewöhnlich als Geburt des eigentlichen Internets. Die Geräte jener ersten Nacht werden an der UCLA bewahrt, und der Raum, in dem die beiden Buchstaben getippt wurden, ist heute ein kleines Museum.

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