I Have a Dream: Marsch auf Washington

1963 · event

I Have a Dream: Marsch auf Washington

Vor 250.000 Menschen am Lincoln Memorial legte Martin Luther King Jr. sein vorbereitetes Manuskript beiseite und sprach von einem Traum. Siebzehn Minuten, die den Lauf der Geschichte veränderten, Worte, die sich seither jede Generation ins Gedächtnis geprägt hat.

Der berühmteste Teil der Rede stand nicht im Manuskript. Mahalia Jackson, die hinter King stand, rief ihm zu: „Erzähl ihnen von dem Traum, Martin!“, und er legte seine Seiten beiseite.

Das FBI reagierte darauf, indem es ihn als „den gefährlichsten Neger Amerikas“ bezeichnete. Die Geschichte antwortete mit dem Friedensnobelpreis, einem nationalen Feiertag und einem Satz, den jedes Schulkind auf der Welt vervollständigen kann: „I have a dream…“

Die Rede wäre beinahe gar nicht gehalten worden, Berater rieten King davon ab, das „Traum“-Motiv, das er zuvor schon in Detroit verwendet hatte, erneut aufzugreifen. Er ging um vier Uhr morgens zu Bett und feilte noch immer am Text.

Danach trafen sich die Organisatoren des Marsches mit Präsident Kennedy im Weißen Haus, und binnen zwei Jahren folgten der Civil Rights Act und der Voting Rights Act. Die Stufe des Lincoln Memorial, auf der er stand, trägt heute eine Inschrift, ein Ort, an dem Besucher jeden Tag genau dort stehen und auf die Menge blicken, die nicht mehr da ist.

← Welt der Erinnerungen