Das unsinkbare Schiff, das sank
1912 · event

15. April 1912: Die RMS Titanic, als „unsinkbar“ gepriesen, rammte auf ihrer Jungfernfahrt von Southampton nach New York einen Eisberg und sank. Mehr als 1.500 Menschen verloren dabei ihr Leben, es war eine der schwersten Katastrophen in der Geschichte der Seefahrt. Das Schiff war ein technisches Wunderwerk, das größte und luxuriöseste Passagierschiff seiner Zeit. Doch die Natur erwies sich als stärker. Geschichten von Heldenmut blieben in Erinnerung: die Musiker, die spielten, während das Schiff sank, Männer, die ihren Platz im Rettungsboot Frauen und Kindern überließen. Die Titanic bleibt bis heute ein eindrückliches Mahnmal menschlicher Selbstüberschätzung und der Unberechenbarkeit des Schicksals.
Sie führte Rettungsboote nur für kaum die Hälfte aller an Bord befindlichen Menschen mit sich, die geltenden Vorschriften waren für kleinere Schiffe gedacht, und die Titanic überschritt diese Maße bei weitem. Die Bordkapelle spielte bekanntlich weiter, um die Passagiere zu beruhigen, alle acht Musiker gingen mit dem Schiff unter.
Das Wrack wurde 1985 in vier Kilometern Tiefe entdeckt, in zwei Teile zerbrochen. Die letzte lebende Überlebende, Millvina Dean, war in jener Nacht gerade zwei Monate alt, sie starb 2009, und mit ihr ging die Erinnerung von den Augenzeugen auf uns über.