Die Katastrophe von Tschernobyl
1986 · event

26. April 1986: Das Kernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine explodierte und setzte gewaltige Mengen radioaktiven Materials in die Atmosphäre frei. Es bleibt bis heute die schwerste nukleare Katastrophe der Geschichte. Ganze Städte wurden evakuiert und nie wieder besiedelt. Feuerwehrleute und Arbeiter opferten ihr Leben, um die Katastrophe einzudämmen, viele von ihnen ohne das volle Ausmaß der Gefahr zu kennen. Die Sperrzone von Tschernobyl steht als eindringliche Mahnung an die Macht der Kernenergie und die verheerenden Folgen, wenn sie außer Kontrolle gerät. Die Natur hat sich das Gebiet zurückerobert, doch die Strahlung bleibt bestehen.
Den Feuerwehrleuten, die in jener Nacht zum brennenden Reaktor hinaufstiegen, wurde nicht gesagt, was da brannte, ihre Kleidung liegt noch immer im Kellergeschoss eines Krankenhauses in Prypjat, zu radioaktiv, um sie zu berühren. Die Evakuierungsanordnung versprach den Bewohnern, sie würden in drei Tagen zurückkehren, ihre Wohnungen bewahren bis heute ihr Leben von 1986.
Die Sperrzone ist zu einer unbeabsichtigten Wildnis geworden, in der Wölfe und Luchse umherstreifen, und der neue Schutzmantel, das größte je gebaute bewegliche Bauwerk, muss die Anlage für hundert Jahre bewachen. Erinnerung ist in diesem Fall ein Sicherheitssystem.