Space Invaders

1978 · game

Space Invaders

Tomohiro Yamaguchi entwarf Space Invaders 1978 bei Taito, einem japanischen Hersteller von Arcade-Spielen. Das Spiel entstand aus Yamaguchis Wunsch, ein fesselndes Schießerlebnis zu schaffen, wobei er sich von Breakout inspirieren ließ und dies mit Science-Fiction-Themen verband. Das Ingenieursteam von Taito verkleinerte das Konzept zu Arcade-Hardware und baute das Spiel in hölzerne Automaten ein, die schon bald weltweit die Spielhallen beherrschen sollten und damit Japans ersten großen Videospiel-Exportartikel bildeten.

Space Invaders verwandelte die Spielhalle grundlegend von einer Randerscheinung in ein kulturelles Phänomen. Die einfache Mechanik, herabsteigende Aliens zu zerstören, fand weltweit Widerhall, sorgte für Warteschlangen vor den Spielhallen und erzielte bis dahin unerreichte Einnahmen. Der Erfolg des Spiels veranlasste die Hersteller, eigens dafür konzipierte Automaten zu bauen, statt bestehende Maschinen umzurüsten, wodurch das Wirtschaftsmodell der Spielhallenbranche begründet und Investoren davon überzeugt wurden, dass interaktive Unterhaltung tragfähig war, was den Heimkonsolen-Boom der 1980er Jahre auslöste.

Heute bleibt Space Invaders das Vorbild für die Zugänglichkeit und Wiederspielbarkeit von Videospielen. Seine pixelierten Aliens finden sich in Museen, als Tattoos und auf Merchandise-Artikeln, während seine Gestaltungsprinzipien zahllosen Mobilspielen zugrunde liegen. Die Reihe hat über verschiedene Plattformen hinweg Milliarden an Einnahmen erzielt, und der ursprüngliche Spielautomat erzielt bei Sammlern Preise von über 10.000 Dollar, was seinen Status als das Spiel festigt, das bewies, dass interaktive Unterhaltung als kulturelles Medium mit Kino und Fernsehen konkurrieren konnte.

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