iPhone

2007 · design

iPhone

Steve Jobs leitete die Entwicklung des iPhone mit einem kleinen Team am Apple-Hauptsitz in Cupertino und ließ sich dabei von verworfenen Tablet-Prototypen sowie der Frustration über unhandliche Smartphones inspirieren. Jonathan Ives Designstudio verfeinerte ein einziges Stück Glas und Aluminium zu etwas, das wie selbstverständlich wirkte, während Softwareingenieure iOS auf Basis von Darwin-Kerneln und WebKit-Browsern entwickelten. Das Projekt verschlang drei Jahre in strengster Geheimhaltung, wobei Jobs die Markteinführung wiederholt verschob, bis das kapazitive Touch-Display und die Akkulaufzeit seiner Vorstellung von Einfachheit entsprachen.

Das iPhone hob die Grenze zwischen Telefonen und Computern auf, verzichtete auf physische Tastaturen und führte Multitouch-Gesten ein, die zu einer universellen Bediensprache wurden. Es schrieb die Wirtschaft der Telekommunikation neu, verlagerte die Macht von den Netzbetreibern auf einen einzelnen Hersteller und bewies, dass intuitives Design in einem austauschbaren Markt Premiumpreise rechtfertigen konnte. Das 2008 gestartete App-Ökosystem schuf eine völlig neue Industrie und brachte Millionen von Anwendungen hervor, die veränderten, wie Menschen Zeit, Gesundheit, Finanzen und Beziehungen verwalten.

Heute dominiert die iPhone-Architektur den Smartphonemarkt mit einem Marktanteil von über 25 Prozent, obwohl sie doppelt so teuer ist wie die Konkurrenz, was Ives Designphilosophie bestätigt. Das iPhone trieb die Smartphone-Revolution voran, die vier Milliarden Menschen mit dem Internet verband und den Zugang zu Informationen sowie das soziale Verhalten grundlegend veränderte. Es machte Apple zum wertvollsten Unternehmen der Welt und bewies, dass Unterhaltungselektronik zu Luxusgütern werden konnte, wodurch die Designansprüche in jeder Technologiekategorie dauerhaft angehoben wurden.

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