A Night at the Opera
1975 · music
Queen nahm A Night at the Opera zwischen 1974 und 1975 in mehreren Londoner Studios auf, wobei Freddie Mercury, Brian May, Roger Taylor und John Deacon unter der Leitung von Produzent Roy Thomas Baker zusammenarbeiteten. Mercury und May komponierten die meisten Stücke und verbanden operngleiche Gesangsarrangements mit Hard Rock Gitarre und vielschichtigen Produktionstechniken, die die Studiotechnologie der 1970er Jahre an ihre Grenzen brachten. Der Titel des Albums bezog sich auf den Film der Marx Brothers und spiegelte das Bekenntnis der Band zu Humor und Unterhaltung neben musikalischer Komplexität wider, wobei bei den Aufnahmesitzungen für manche Passagen 180 Gesangsüberspielungen zum Einsatz kamen.
Das Album verwandelte Queen von einer Kultband in internationale Superstars, indem es zeigte, dass Rockmusik echten operngleichen Anspruch aufnehmen konnte, ohne dabei Zugänglichkeit oder Energie zu opfern. Bohemian Rhapsody sprengte auf fast sechs Minuten die konventionelle Songstruktur, bewegte sich von einer Klavierballade über opernhafte Falsettpassagen bis zu einem Hard Rock Finale und wurde dennoch ein Nummer eins Hit. Das Album bewies, dass UKW Radio und die Arbeiterklasse unkonventionelle Arrangements und theatralische Präsentation annehmen würden, und inspirierte einen Generationswechsel darin, wie Rockbands an Arrangement und Produktion herangingen.
A Night at the Opera bleibt das fünftbestverkaufte Album in der Geschichte des Vereinigten Königreichs und erzeugt weiterhin Einnahmen durch Streaming, Filme und Dokumentationen, Jahrzehnte nach Queens letztem Live Auftritt. Der Einfluss des Albums zeigt sich in der gesamten modernen Rock und Popmusik sowie im Musiktheater, wobei Künstler von Lady Gaga bis Muse es als prägend anführen. Bohemian Rhapsody erlebte durch seinen Auftritt im Queen Biopic von 2018 eine vollständige kulturelle Erneuerung und machte das Album neuen Generationen auf mehreren Kontinenten bekannt.