Die Gründung der Volksrepublik China: 1949
1949 · event
Am 1. Oktober 1949 stand Mao Zedong auf dem Tor des Himmlischen Friedens in Peking, mit Blick auf den Platz des Himmlischen Friedens, um die Gründung der Volksrepublik China zu verkünden. Vor ihm erstreckte sich eine gewaltige Versammlung von Bürgern, Soldaten und Beamten, deren Stimmen sich in Jubel erhoben, als die rote Flagge mit ihren fünf goldenen Sternen zum ersten Mal gehisst wurde. Nach Jahrzehnten von Bürgerkrieg, fremder Invasion und revolutionärem Kampf hatte die Kommunistische Partei Chinas endlich die Kontrolle über die zersplitterte Nation erlangt und sie zum ersten Mal seit dem Zusammenbruch des Kaiserreichs unter einer einzigen Regierung vereint.
Die Staatsgründung stellte den Höhepunkt eines langen revolutionären Weges dar, der 1921 mit der bescheidenen Entstehung der Partei begonnen hatte. Die Kommunisten unter Mao hatten die nationalistischen Kräfte in einem brutalen Konflikt überwunden, der sich nach dem Ende der japanischen Besatzung im Jahr 1945 verschärft hatte. Die Volksrepublik entstand aus den Trümmern des Krieges und versprach Landreform, nationale Würde und ein Ende der fremden Ausbeutung, die China ein Jahrhundert lang geprägt hatte.
Die Gründung des neuen Staates hallte in ganz Asien und der Welt wider und signalisierte eine dramatische Verschiebung der globalen Machtverhältnisse. Chinas Wandel von einem zersplitterten, halbkolonialen Gebiet zu einem geeinten kommunistischen Staat erschütterte die internationale Politik während der Ära des Kalten Krieges und veränderte Bündnisse und Rivalitäten für Jahrzehnte.