Der Tod von Osama bin Laden: 2011

2011 · event

Der Tod von Osama bin Laden: 2011

In der Nacht des 2. Mai 2011 gelang amerikanischen Spezialeinheiten, was ihnen fast ein Jahrzehnt lang verwehrt geblieben war. SEAL Team Six, die Eliteeinheit der US-Marine, stürmte ein Anwesen in Abbottabad, Pakistan, wo sich Osama bin Laden vor aller Augen verborgen gehalten hatte. Der Einsatz dauerte etwa vierzig Minuten. Als er endete, war der Drahtzieher der Anschläge vom 11. September, ein Mann, der für Tausende Tote und die Neuordnung der globalen Geopolitik verantwortlich war, tot. Das Anwesen selbst, eine weitläufige ummauerte Residenz, die später den Spitznamen „Waziristan Haveli“ erhielt, hatte bin Laden als Zufluchtsort gedient, während internationale Streitkräfte die afghanischen Berge und abgelegene Verstecke in der gesamten islamischen Welt durchsuchten.

Bin Ladens Weg zu diesem Moment reichte fast ein Jahrzehnt lang durch Flucht und Verborgenheit zurück. Nachdem er die verheerenden Anschläge auf amerikanischem Boden im Jahr 2001 orchestriert hatte, war er seinen Verfolgern durch die Berge Afghanistans und darüber hinaus stets einen Schritt voraus geblieben. Berichten zufolge war ihm während der heftigen Schlacht von Tora Bora im Dezember 2001 die Flucht vor amerikanischen Streitkräften gelungen. Spätere Vorwürfe legten nahe, dass er Schutz oder Unterstützung von Kräften innerhalb Pakistans erhalten habe, was sowohl die Jagd nach ihm als auch die internationalen Beziehungen erschwerte.

Der Einsatz stellte den Höhepunkt jahrelanger nachrichtendienstlicher Arbeit, Überwachung und geduldiger Ermittlungen dar. Er markierte einen symbolischen Wendepunkt im Krieg gegen den Terror und verschaffte den Amerikanern ein Gefühl des Abschlusses für eine Wunde, die ihr nationales Bewusstsein eine ganze Generation lang geprägt hatte.

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