Frauen erkämpfen das Wahlrecht: Das Frauenwahlrecht

1920 · event

Frauen erkämpfen das Wahlrecht: Das Frauenwahlrecht

Am 26. August 1920 wurde der neunzehnte Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten beurkundet, der Frauen im ganzen Land das Wahlrecht zusicherte. Die Verabschiedung dieses Zusatzartikels markierte den Höhepunkt eines Kampfes, der sich über mehr als sieben Jahrzehnte erstreckte und mit dem Kongress von Seneca Falls im Jahr 1848 begann, wo Elizabeth Cady Stanton und Lucretia Mott erstmals formell das Frauenwahlrecht gefordert hatten. Durch Jahrzehnte von Petitionen, Reden, Umzügen und friedlichem Protest hatten unzählige Frauen ihr Leben diesem einen, alles verändernden Ziel gewidmet. Die schlichte und zugleich revolutionäre Formulierung des Zusatzartikels, die Verweigerung des Wahlrechts aufgrund des Geschlechts zu untersagen, veränderte die amerikanische Demokratie und das Versprechen, das sie in sich trug, von Grund auf.

Der Sieg gehörte den Generationen von Aktivistinnen, deren Namen wir kennen, und jenen, die wir vergessen haben. Susan B. Anthony war vierzehn Jahre zuvor gestorben, ohne zu erleben, wie ihr Traum Wirklichkeit wurde, ohne je zu erfahren, dass ihr beharrliches Opfer Früchte tragen würde. Jüngere Suffragistinnen trugen die Bewegung mit unerschütterlicher Überzeugung weiter und organisierten Kampagnen, die bis in Städte und Gemeinden im ganzen Land reichten. Ihre Entschlossenheit überstand Spott, Verhaftung und Enttäuschung, doch niemals wankten sie in ihrer Überzeugung, dass eine Demokratie nicht die Hälfte ihrer Bevölkerung ausschließen könne.

Die Ratifizierung wirkte weit über die Grenzen Amerikas hinaus und beflügelte die weltweite Bewegung für das Frauenwahlrecht, als andere Nationen mitverfolgten, wie Frauen den Weg in die demokratische Teilhabe fanden. Millionen Frauen gaben in jenem Herbst zum ersten Mal ihre Stimme ab, ein greifbarer Ausdruck einer Staatsbürgerschaft, die ihnen lange verwehrt geblieben war. Der Zusatzartikel bedeutete keinen Abschluss, sondern einen Anfang, das Öffnen einer Tür, durch die Frauen einer volleren Gleichberechtigung entgegenschreiten würden, ihre Stimmen endlich zählend bei der Gestaltung der Zukunft der Nation.

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