Simon

1947 to 1948 · United Kingdom

Simon
“Eine Katze von unerschütterlichem Mut, geschätzt von jenen, die ihre Anmut erlebten.”

Simon war eine gewöhnliche Schiffskatze an Bord der britischen Marinefregatte HMS Amethyst, ein schlanker Tigerkater mit wachen Augen und gelassenem Wesen. Als das Schiff 1949 während des Angriffs der chinesischen Kommunisten auf dem Jangtse unter Beschuss geriet, blieb Simon ruhig, während um ihn herum das Chaos ausbrach. Er wurde durch Granatsplitter verwundet, setzte seine Pflichten aber fort, jagte Ratten im Laderaum und leistete verängstigten Seeleuten stille Gesellschaft. Wochenlang, während das Schiff Belagerung und Bombardement erduldete, bewegte sich Simon mit einer fast meditativen Präsenz unter der Mannschaft, forderte nichts und gab doch alles.

Was Simon so beliebt machte, war kein einzelner dramatischer Augenblick, sondern sein beständiger, wortloser Trost in den dunkelsten Stunden. Die Seeleute erzählten, wie sie ihn in ihren Quartieren ruhen fanden, sanft schnurrend, während Explosionen durch die Gänge hallten. Seine Normalität, seine Weigerung, trotz schwerer Verletzung in Panik zu geraten oder zu fliehen, gab ängstlichen jungen Männern die Erlaubnis, tapfer zu sein. Er war der Herzschlag des Schiffes, als dessen Zukunft ungewiss schien, ein kleines Wesen, das nur um Wasser und Zuneigung bat.

Simon war die erste und einzige Katze, die die Dickin-Medaille erhielt, eine Ehrung, die normalerweise außergewöhnlichen Diensttieren vorbehalten ist. Nach seiner Genesung wurde er in das People's Dispensary for Sick Animals in London gebracht, wo er seine verbleibenden Jahre in Frieden verlebte. Sein Porträt hing in den Hallen der Marine, und seine Geschichte wurde Generationen von Seeleuten erzählt. Obwohl er längst verstorben ist, bleibt Simon ein Sinnbild stillen Heldentums und der tiefen Anmut, die Tiere in menschliches Leid bringen können.

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