Greyfriars Bobby

1855 to 1872 · United Kingdom

Greyfriars Bobby
“Treuer Freund und ergebenes Herz, getrennt erst durch den Tod.”

Bobby war ein kleiner Skye Terrier, der John Gray gehörte, einem Nachtwächter in Edinburgh im neunzehnten Jahrhundert. Als Gray 1858 starb, wurde er auf dem Greyfriars Kirkyard beigesetzt, einem stillen Friedhof im Herzen der Stadt. Bobby suchte sich weder ein neues Zuhause noch einen neuen Herrn, sondern entschied sich, am Grab seines Besitzers zu bleiben. Vierzehn Jahre lang hielt dieser treue Hund, ohne jede formelle Fürsorge, Wache an dem Stein, eine Anwesenheit, die Vorbeigehende berührte und schließlich die Aufmerksamkeit und den Schutz der gesamten Gemeinde gewann.

Was Bobbys Hingabe außergewöhnlich machte, war ihre vollkommene Stille und Beständigkeit. Er verlangte nichts, außer an der Seite seines Herrn bleiben zu dürfen, und trotzte Edinburghs strengen Wintern wie stillen Sommern mit gleicher Standhaftigkeit. Ladenbesitzer in der Nachbarschaft begannen, ihm Futter zu bringen. Der Verwalter des Friedhofs, berührt von solcher Treue, sorgte dafür, dass er ein Unterkommen hatte. Menschen kamen, um dieses kleine, treue Wesen zu sehen, und gingen verändert von dem, was seine schlichte Gegenwart bedeutete: dass Liebe nicht endet, dass Treue selbst den Tod überdauert.

Bobbys Geschichte wurde zur meistgeliebten Legende Edinburghs, und noch zu seinen Lebzeiten wurde nahe dem Friedhofseingang eine Statue von ihm errichtet. Nach seinem Tod im Jahr 1872 wurde er nahe seinem Herrn begraben, und die Stadt trauerte, als hätte sie ihr eigenes Herz verloren. Jedes Jahr besuchen Tausende Greyfriars Bobby und berühren die Statue für Glück und in Erinnerung an ihn. Sein Grab wird bis heute mit Blumen und kleinen Erinnerungsgaben geschmückt. Er hat unzählige Nacherzählungen in Büchern und Filmen inspiriert und wurde zum Sinnbild der reinsten Form der Liebe: Gegenwart ohne Erwartung, Hingabe ohne Bedingung.

← Himmel der Tiere