Theodore Roosevelt
1858 – 1919
Bekannt für: Der Präsident der Rough Riders
“Grenzenlose Tatkraft und Gewissen prägten die amerikanische Möglichkeit”
Biografie
Theodore Roosevelt Jr. trat sein Amt als amerikanischer Präsident mit der Energie eines Mannes an, der halb so alt war wie er selbst, und wurde mit nur zweiundvierzig Jahren zum jüngsten Regierungschef der Nation. Geboren in Privilegien, doch durch persönliche Härten gestählt, verwandelte sich Roosevelt von einem kränklichen Jungen zu jener robusten Gestalt, die eine ganze Epoche prägen sollte. Sein Weg ins Weiße Haus führte ihn durch die Badlands von Dakota, wo er als Rancher arbeitete und jenen rauen Individualismus fand, der seine Weltanschauung formen sollte. Nur sechs Monate lang Vizepräsident unter William McKinley, gelangte Roosevelt nach McKinleys Ermordung 1901 an die Macht und übernahm ein Amt, das seinen weitreichenden Ambitionen wie ein eingerittener Sattel zu passen schien.
Während seiner achtjährigen Präsidentschaft von 1901 bis 1909 formte Roosevelt die amerikanische Politik mit bemerkenswerter Tatkraft um, setzte sich für fortschrittliche Reformen ein und übte dabei eine bis dahin ungekannte exekutive Macht aus. Er vermittelte in Arbeitskonflikten mit einer Fairness, die Beobachter erstaunte, zerschlug Monopole mit unnachgiebiger Entschlossenheit und trat mit visionärer Leidenschaft für den Schutz der amerikanischen Naturwunder ein. Sein ansteckender Enthusiasmus und seine moralische Gewissheit inspirierten eine ganze Generation, wenngleich Kritiker bezweifelten, ob sein Cowboy-Gemüt den Anforderungen moderner Regierungsführung gerecht wurde. Als er sein Amt niederlegte, blieb Roosevelt der bedeutendste amerikanische Staatsmann des ersten Jahrzehnts des zwanzigsten Jahrhunderts, ein Mann, dessen Vitalität grenzenlos schien und dessen Vermächtnis lange über seinen Tod hinaus fortbestehen sollte.