Stephen Hawking
1942 – 2018 · United Kingdom
Bekannt für: Kosmologe, der vom Rollstuhl aus Schwarze Löcher und die Zeit selbst erforschte
“So schwierig das Leben auch erscheinen mag, es gibt immer etwas, das man tun kann und worin man Erfolg haben kann.”
Biografie
Stephen William Hawking zählte zu den eindrucksvollsten Denkern des zwanzigsten Jahrhunderts, während er sich gegen einen Körper behauptete, der zunehmend von der Amyotrophen Lateralsklerose gefangen gehalten wurde. 1942 in Oxford geboren, widmete er sich der theoretischen Physik mit einer Brillanz, die selbst die Gesetze zu überwinden schien, die Materie und Energie beherrschen. In Cambridge, wo er von 1979 bis 2009 den altehrwürdigen Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik innehatte, revolutionierte er unser Verständnis der Schwarzen Löcher, jener kosmischen Rätsel, die sich lange jeder Erklärung entzogen hatten. Seine bahnbrechende Erkenntnis, später als Hawking-Strahlung bekannt, zeigte, dass Schwarze Löcher nicht vollkommen schwarz waren, sondern an ihren Rändern Teilchen aussandten, was die Vorstellung der Physiker von den tiefsten Geheimnissen des Universums grundlegend veränderte.
Doch Hawkings Vermächtnis reicht weit über Gleichungen und theoretische Durchbrüche hinaus. Als die Krankheit ihm die Stimme raubte, sprach er durch einen Sprachcomputer und erreichte Millionen Menschen mit Büchern wie Eine kurze Geschichte der Zeit, wodurch er den Kosmos auch einem breiten Publikum zugänglich machte. Er bewegte sich durch Universitätsflure ebenso wie durch Fernsehstudios, eine Gestalt von stiller Entschlossenheit, deren körperliche Zerbrechlichkeit die außergewöhnliche Kraft des menschlichen Geistes umso deutlicher hervortreten ließ. Bis zu seinem Tod im Jahr 2018 blieb er Forschungsdirektor am Centre for Theoretical Cosmology und erforschte weiterhin das Wesen von Zeit, Raum und Existenz selbst, ein Beweis dafür, dass der menschliche Geist, wenn er von Neugier angetrieben wird, keine Grenzen kennt.