Mother Teresa

1910 – 1997 · India

Mother Teresa

Bekannt für: Humanitäres Wirken, Missionarinnen der Nächstenliebe, Friedensnobelpreis, Dienst an den Ärmsten

“Nicht alle können große Dinge tun. Aber wir können kleine Dinge mit großer Liebe tun”

Biografie

Mutter Teresa, geboren als Anjezë Gonxhe Bojaxhiu, war eine albanisch-indische katholische Ordensschwester, die ihr Leben dem Dienst an den Ärmsten der Armen widmete. Sie wurde in Skopje geboren (heute Nordmazedonien) und fühlte sich schon in jungen Jahren zum geistlichen Leben berufen. Mit 18 Jahren trat sie den Loreto-Schwestern bei und nahm den Namen Schwester Mary Teresa an, nach der heiligen Thérèse von Lisieux. Sie wurde nach Indien entsandt, wo sie fast 20 Jahre lang an einer Schule in Kalkutta unterrichtete. 1946 erlebte Mutter Teresa während einer Zugfahrt nach Darjeeling, was sie selbst als „einen Ruf im Ruf“ bezeichnete: die Weisung, das Kloster zu verlassen und den Armen zu helfen, indem sie unter ihnen lebte. 1950 gründete sie die Missionarinnen der Nächstenliebe, eine römisch-katholische Ordensgemeinschaft, die in Kalkutta mit nur 13 Mitgliedern begann. Heute zählt sie über 4.500 Schwestern und ist in 133 Ländern tätig, wo sie Hospize, Heime für Menschen mit HIV/AIDS, Lepra und Tuberkulose, Suppenküchen, Ambulanzen, mobile Kliniken, Beratungsprogramme für Kinder und Familien, Waisenhäuser und Schulen betreibt. Mutter Teresas Arbeit unter den Sterbenden und Mittellosen Kalkuttas brachte ihr weltweite Anerkennung ein. Sie eröffnete das Kalighat-Heim für Sterbende, ein kostenloses Hospiz, in dem unheilbar Kranke in Würde sterben konnten. Ihre Philosophie war schlicht: „Nicht alle können große Dinge tun. Aber wir können kleine Dinge mit großer Liebe tun.“ Mutter Teresa erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1979 den Friedensnobelpreis, den sie „im Namen der Hungernden, der Nackten, der Obdachlosen, der Verkrüppelten, der Blinden, der Leprakranken, all jener Menschen, die sich in der Gesellschaft unerwünscht, ungeliebt und unbeachtet fühlen“ entgegennahm. Sie wurde 2016 von Papst Franziskus als Heilige Teresa von Kalkutta heiliggesprochen. Trotz Kritik an der Qualität der medizinischen Versorgung in ihren Einrichtungen und an ihren Ansichten über das Leiden bleibt Mutter Teresa ein Sinnbild für Mitgefühl und selbstlosen Dienst.

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