Julius Caesar

100 BC – 44 BC · Rome

Julius Caesar

Bekannt für: Römischer Diktator, militärisches Genie, Gallische Kriege, Überquerung des Rubikon, julianischer Kalender

“Veni, vidi, vici (I came, I saw, I conquered)”

Biografie

Gaius Julius Caesar war ein römischer Feldherr, Staatsmann und Schriftsteller, der eine entscheidende Rolle in den Ereignissen spielte, die zum Untergang der Römischen Republik und zum Aufstieg des Römischen Reiches führten. Als Spross einer patrizischen Familie geboren, stieg Caesar durch eine Kombination aus militärischem Genie, politischem Geschick und volksnaher Überzeugungskraft in der römischen Politik auf. Seine Feldzüge in Gallien (dem heutigen Frankreich und Belgien) von 58 bis 50 v. Chr. erweiterten das römische Territorium erheblich und brachten ihm immensen Reichtum sowie ein treu ergebenes Heer ein. Seine ausführlichen Berichte über diese Feldzüge, „Commentarii de Bello Gallico“ (Der Gallische Krieg), zählen bis heute zu den bedeutenden historischen und literarischen Werken. Caesars wachsende Macht beunruhigte den römischen Senat, besonders seinen Rivalen Pompeius. Als der Senat Caesar befahl, sein Heer aufzulösen und nach Rom zurückzukehren, überschritt er 1949 v. Chr. mit seiner Legion bekanntlich den Fluss Rubikon und sprach dabei die berühmten Worte „alea iacta est“ (der Würfel ist gefallen), ein Kriegsakt gegen den Senat. Dies löste einen Bürgerkrieg aus, den Caesar für sich entschied, indem er Pompeius und dessen Anhänger besiegte. Caesar wurde Diktator Roms und führte zahlreiche Reformen ein, darunter den julianischen Kalender (die Grundlage des heutigen Kalenders), die Landverteilung und die Ausweitung des römischen Bürgerrechts. Seine Milde gegenüber ehemaligen Feinden war bemerkenswert, erwies sich jedoch letztlich als verhängnisvoll. An den Iden des März (15. März) 44 v. Chr. wurde Caesar von einer Gruppe von Senatoren unter der Führung von Brutus und Cassius ermordet, die befürchteten, er wolle sich zum König aufschwingen. Sein Tod stürzte Rom in einen weiteren Bürgerkrieg, der schließlich zum Ende der Republik und zur Errichtung des Römischen Reiches unter seinem Adoptiverben Octavian, dem späteren Augustus, führte. Caesars Name wurde zum Sinnbild kaiserlicher Herrschaft und gab uns die Wörter „Kaiser“ und „Zar“.

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