John von Neumann
1903 – 1957
Bekannt für: Der Architekt des modernen Computers
“Er legte die mathematischen Grundlagen des Computerzeitalters.”
Biografie
János Lajos Neumann wurde 1903 in Budapest geboren und sollte als John von Neumann zu einem der brillantesten Köpfe des zwanzigsten Jahrhunderts werden, eine Gestalt, deren intellektuelle Reichweite keine Grenzen zu kennen schien. Er studierte Mathematik und Physik an der Universität Berlin und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich und erwarb seinen Doktortitel noch vor seinem dreißigsten Lebensjahr. Seine natürliche Begabung wurde nur von seiner rastlosen Neugier übertroffen, die ihn zu Meisterschaft in Disziplinen trieb, die gewöhnliche Lebenszeiten ausgefüllt hätten. Als er sich in den 1930er Jahren in Amerika niederließ, um der heraufziehenden Dunkelheit des nationalsozialistischen Europas zu entkommen, hatte von Neumann die Quantenphysik bereits mit ihren strengen mathematischen Grundlagen revolutioniert und seine bahnbrechende Arbeit an der Spieltheorie begonnen, die Wirtschaftswissenschaften und strategisches Denken für immer verändern sollte.
Doch war es vielleicht seine Vision des Rechnens, die die moderne Welt am tiefsten prägen sollte. Von Neumann erfasste intuitiv, was andere kaum erahnten: dass die Architektur einer elektronischen Rechenmaschine die Struktur des menschlichen Denkens selbst widerspiegeln könnte. Während seiner Arbeit am Institute for Advanced Study in Princeton half er bei der Entwicklung des EDVAC und legte damit Grundprinzipien der Computerarchitektur fest, die bis heute grundlegend für die Informatik sind. Seine verbleibenden Jahre, die 1957 durch eine Krankheit tragisch verkürzt wurden, widmete er dieser wegweisenden Arbeit und setzte seinen scharfsinnigen Intellekt als Kraft ein, die Mathematik, Physik und Technologie neu gestaltete und einen bleibenden Eindruck in der modernen Zeit hinterließ.