Ella Fitzgerald

1917 – 1996

Ella Fitzgerald

Bekannt für: Die First Lady des Gesangs

“Ihre Stimme war reine Freude, grenzenlos und ewig frei”

Biografie

Ella Jane Fitzgerald erhob sich aus der Armut von Newport News, Virginia, um eine der leuchtendsten Stimmen des zwanzigsten Jahrhunderts zu werden. 1917 geboren, entdeckte sie ihre Gesangsbegabung fast durch Zufall, als sie als schüchterne Teenagerin einen Amateurwettbewerb im Apollo Theater in Harlem gewann, und weckte schon bald das Interesse des Bandleaders Chick Webb. Ihre Stimme besaß eine kristallklare Reinheit, die jede Orchestrierung durchdringen konnte, doch ihre größte Gabe lag in ihrer absoluten Beherrschung der Sprache, jede Silbe kristallklar, jede Phrase perfekt gewichtet, als würde sie sprechen statt singen. Kritiker bewunderten ihre makellose Diktion und ihr Timing, Eigenschaften, die sie von ihren Zeitgenossen abhoben und selbst das anspruchsvollste Material mühelos erscheinen ließen.

Über eine Karriere von mehr als fünf Jahrzehnten hinweg wurde Fitzgerald zur Standartenträgerin des amerikanischen Jazz, eine "First Lady of Song", deren Einfluss Genre und Generation überschritt. Ihr Scatgesang, jene bemerkenswerte Fähigkeit, ihre Stimme selbst zu einem Blasinstrument zu machen und Melodien mit der Erfindungsgabe jedes Instrumentalisten zu improvisieren, zeigte, dass Jazzgesang die künstlerische Raffinesse von Bebop und Cool Jazz erreichen konnte. Sie nahm nahezu zweihundert Alben auf, von ihren berühmten "Songbook"-Interpretationen von Gershwin und Cole Porter bis zu ihren Zusammenarbeiten mit Louis Armstrong und Duke Ellington. Als Ella Fitzgerald 1996 starb, hinterließ sie nicht nur Aufnahmen, sondern einen Entwurf für gesangliche Exzellenz, der Sänger und Publikum gleichermaßen bis heute inspiriert.

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