Charles Dickens
1812 – 1870
Bekannt für: Chronist des viktorianischen Englands
“Er gab den Stimmlosen eine Stimme und erhellte das Herz des viktorianischen Englands.”
Biografie
Charles John Huffam Dickens entstammte bescheidenen Verhältnissen in Kent und wurde zur Stimme des viktorianischen Englands, ein Schriftsteller, dessen Name allein die gasbeleuchteten Straßen des London des neunzehnten Jahrhunderts heraufbeschwört. 1812 geboren, verwandelte er persönliches Leid, die Demütigung durch die Inhaftierung seines Vaters wegen Schulden, seine eigene Kinderarbeit in einer Schuhwichsfabrik, in leuchtende Erzählungen, die den Erniedrigten Würde verliehen. Seine Feder bewegte sich mit unermüdlicher Energie über die Seiten seiner in Fortsetzungen erscheinenden Romane, deren jede neue Folge von Tausenden Lesern sehnlich erwartet wurde, die mit seinen Figuren lebten und atmeten, als wären sie Nachbarn und Freunde.
Mit Werken von erstaunlicher Bandbreite kartierte Dickens die menschliche Landschaft seiner Zeit: die verzweifelte Verlassenheit des Oliver Twist, den Weg der Erlösung des Scrooge, die überschäumende Lebendigkeit der Pickwick Papers. Er besaß die seltene Gabe, moralische Dringlichkeit mit unvergesslicher Erzählkunst zu verbinden, und schuf Figuren von solcher Lebendigkeit, dass sie ihren Ursprung auf dem Papier überstiegen und Teil der kollektiven Vorstellungskraft wurden. Als er 1870 starb, hatte er sich einen unsterblichen Platz unter den größten Baumeistern der Literatur gesichert, seine Romane sind heute noch ebenso lebendig und lesenswert wie für jene, die ihnen einst im Gaslicht und Nebel viktorianischer Salons zum ersten Mal begegneten.