Celia Cruz

1925 – 2003 · Cuba

Celia Cruz

Bekannt für: Königin des Salsa und Stimme der afrokubanischen Musik

“Azucar.”

Biografie

Celia Cruz wurde am 21. Oktober 1925 als Celia Caridad Cruz Alfonso im Havanner Viertel Santos Suárez geboren, Tochter eines Eisenbahnheizers und eines von vierzehn Kindern in einem überfüllten Haus. Sie sang ihre jüngeren Geschwister und Cousins in den Schlaf, sang in der Schule und im Nachbarschaftsensemble Botón de Oro und sog das Havanna der dreißiger Jahre auf: Guaracha, Son, Rumba und Bolero, dazu die Yoruba-Gesänge der Santería, die sie bei einer Nachbarin lernte und später aufnahm. Ihr Vater wünschte sich eine Lehrerin, und sie schrieb sich am Lehrerseminar ein; eine ihrer Lehrerinnen aber rechnete ihr vor, dass eine Sängerin an einem Tag verdiene, was eine kubanische Lehrerin im Monat bekomme. Beim Sender Radio García Serra trat sie in einem Amateurwettbewerb an, stand zum ersten Mal vor einem Mikrofon und gewann einen Kuchen, und danach gewann sie weiter.

Ab 1947 studierte Cruz am Nationalen Konservatorium in Havanna Gesang, Klavier und Musiktheorie und sang in den Kabaretts der Stadt; 1950 wurde sie die führende Stimme der Sonora Matancera, eine Verbindung, die fünfzehn Jahre hielt und ihr den Namen Guarachera de Cuba eintrug. Als die Revolution die Musikindustrie verstaatlichte, verließ sie 1960 die Insel und kehrte nie zurück. Sie ging zunächst nach Mexiko, dann in die Vereinigten Staaten und wurde zu einer Stimme des kubanischen Exils. In New York nahm sie mit Tito Puente auf; aus dieser Zusammenarbeit stammt ihr Erkennungsstück Bemba Colorá. In den siebziger Jahren unterschrieb sie bei Fania Records, sang mit den Fania All Stars und arbeitete mit Johnny Pacheco und Willie Colón; die Welt nannte sie nun die Königin des Salsa. Aus diesen Jahren stammt Quimbara, ebenso der Ruf Azucar, mit dem sie jeden Auftritt würzte.

Das Alter bremste sie nicht. La vida es un carnaval und La negra tiene tumbao entstanden spät und wurden zu Klassikern, und ihre Fassung von Guantanamera mit Wyclef Jean und Lauryn Hill war für den Grammy für die beste Rap-Darbietung eines Duos oder einer Gruppe nominiert. Sie spielte in Filmen und Telenovelas, und hinter den Perücken und der gewaltigen Bühnenpräsenz standen siebenunddreißig Studioalben, mehr als dreißig Millionen verkaufte Tonträger, zwei Grammy Awards und drei Latin Grammy Awards. Celia Cruz starb am 16. Juli 2003; in Miami und New York standen die Menschen Schlange, um von ihr Abschied zu nehmen. 2026 wurde sie posthum als früher musikalischer Einfluss in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, und ihr Ruf Azucar gehört bis heute zu den unverwechselbaren Klängen der lateinamerikanischen Musik.

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