Ashoka
304 BC – 232 BC
Bekannt für: Der Kaiser, der sich für den Frieden entschied
“Er eroberte Reiche und entschied sich statt für Eroberung für Mitgefühl.”
Biografie
Ashoka der Große zählt zu den bemerkenswertesten Gestalten der Geschichte, ein Kriegerkaiser, den das Gewissen zum Verfechter des Friedens wandelte. Geboren in die Mauryan-Dynastie um die Mitte des dritten Jahrhunderts vor Christus, erbte er ein Reich, das sich bereits über weite Teile des indischen Subkontinents erstreckte. Von seiner Hauptstadt Pataliputra aus herrschte Ashoka über Gebiete vom heutigen Afghanistan bis nach Bangladesch und gebot damit über eine der gewaltigsten Mächte der antiken Welt. Der Wendepunkt seiner Herrschaft kam jedoch nicht durch Eroberung, sondern durch ein tiefgreifendes moralisches Erwachen, als er die Verwüstung erkannte, die seine Feldzüge angerichtet hatten, und der Gewalt als Mittel der Herrschaft abschwor.
Diese geistige Wandlung führte Ashoka dazu, sich dem Buddhismus zuzuwenden und seine Herrschaft grundlegend nach den Prinzipien von Mitgefühl und Rechtschaffenheit neu zu gestalten. Er wurde zu einem hingebungsvollen Förderer des Glaubens und nutzte seine gewaltigen Mittel und seinen Einfluss, um dem Buddhismus im antiken Asien zum Wachstum zu verhelfen und seine Verbreitung weit über die Grenzen seines Reiches hinaus sicherzustellen. Durch Edikte, die er in Steinsäulen und Felswände in seinem ganzen Reich meißeln ließ, teilte er allen seinen Untertanen seine Vision einer ethischen Herrschaft mit. Ashokas Vermächtnis reicht weit über sein territoriales Herrschaftsgebiet hinaus und liegt vielmehr in seiner revolutionären Idee, dass wahre Stärke nicht in der Unterwerfung, sondern in der Pflege des Friedens liegt, was ihn zu einem Vorbild für Jahrhunderte von Herrschern und geistig Suchenden gleichermaßen machte.