Arthur Ashe
1943 – 1993
Bekannt für: Tenniskönner und Humanist
“Champion der Plätze und des Gewissens, Anmut in Person”
Biografie
Arthur Robert Ashe Jr. wurde in Richmond, Virginia, geboren und wurde zu einer der überragendsten Persönlichkeiten des Tennissports, der scheinbar unüberwindbare Schranken durchbrach. Zu seinen bahnbrechenden Erfolgen auf dem Platz zählten drei Grand-Slam-Einzeltitel, beginnend mit den US Open 1968 und gekrönt von seinem triumphalen Sieg in Wimbledon 1975, als er im Alter von einunddreißig Jahren Jimmy Connors besiegte. Er ist bis heute der einzige schwarze Mann, der Einzeltitel in Wimbledon, bei den US Open und bei den Australian Open gewonnen hat. Über seine sportlichen Leistungen hinaus schrieb Ashe Geschichte, als er als erster schwarzer Spieler in das US-amerikanische Davis-Cup-Team berufen wurde und den Tennissport als Plattform nutzte, um die rassistische Ungleichheit seiner Zeit herauszufordern.
Doch Ashes Vermächtnis reichte weit über den Tennisplatz hinaus und berührte Millionen Menschen durch seine stille Würde und seine humanitäre Überzeugung. Nach seinem Rückzug vom Profisport im Jahr 1980 widmete er sich dem Kampf gegen Ungerechtigkeit und Krankheit und wurde, nachdem er sich durch eine Bluttransfusion mit dem Virus infiziert hatte, zu einem Aids-Aktivisten. Seine Haltung unter Druck, sowohl als Wettkämpfer als auch als Fürsprecher der Ausgegrenzten, machte ihn zu einem moralischen Vorbild. Ashe verkörperte die Möglichkeit, dass sportliche Exzellenz und soziales Gewissen miteinander vereinbar sein können, und inspirierte Generationen zu dem Glauben, dass ein einzelner Mensch tatsächlich die Welt verändern kann.