Andrew Carnegie

1835 – 1919

Andrew Carnegie

Bekannt für: Stahlmagnat, der zum großen Wohltäter wurde

“Von den Stahlwerken zu den Bibliotheken, er baute Träume für ungeborene Generationen.”

Biografie

Andrew Carnegies Weg von der Armut zu unvergleichlichem Reichtum liest sich wie der amerikanische Traum selbst, den er verkörpern sollte. Geboren 1835 in Dunfermline, Schottland, kam er als dreizehnjähriger Junge nach Pennsylvania, seine Familie floh vor wirtschaftlicher Not mit kaum mehr als Hoffnung im Gepäck. Durch Arbeit als Telegrafist, Eisenbahnangestellter und schließlich als Investor bewies Carnegie einen erstaunlichen Instinkt für Gelegenheiten und Verbesserung. Er baute sein Vermögen in der Stahlindustrie auf und trieb die gewaltige Expansion der amerikanischen Eisen und Stahlproduktion im späten neunzehnten Jahrhundert voran. Als er sein Unternehmen 1901 an J.P. Morgans United States Steel Corporation verkaufte, hatte er ein persönliches Vermögen von außerordentlichem Ausmaß angehäuft und zählte damit zu den reichsten Männern, die Amerika je gekannt hatte.

Doch Carnegies späteres Leben offenbarte einen Mann, den die Last seines eigenen Erfolgs verwandelt hatte. Überzeugt, dass die Reichen die moralische Pflicht hätten, ihr Vermögen der Gesellschaft zurückzugeben, wurde er zum folgenreichsten Philanthropen der Geschichte und verschenkte etwa neunzig Prozent seines Vermögens. Bibliotheken, die seinen Namen tragen, entstanden zu Tausenden in Amerika und Großbritannien, über zweitausend an der Zahl, und wurden zu Leuchttürmen des Wissens in kleinen Städten wie in großen Metropolen. Er finanzierte den Bau von Konzertsälen, gründete die Carnegie Institution for Science und errichtete Stiftungen, die bis heute bestehen. Als er 1919 starb, reichte sein Vermächtnis weit über die Werke und das Geld hinaus, mit denen er es aufgebaut hatte: Er hatte das amerikanische Gemeinwesen durch die verwandelnde Kraft strategischer Großzügigkeit neu geformt.

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